Sensation! Olympia ohne Spaniens Handballer

Damit hätten wohl die wenigsten gerechnet. Das olympische Handball-Turnier 2016 wird ohne die spanischen Handballer über die Bühne gehen. Und das obwohl die Iberer zu den besten Mannschaften der Welt zählen und 2005 und 2013 die Weltmeisterschaft gewannen. Bei den Olympischen Spielen waren die Spanier seit 1980 jedes Mal qualifiziert und 1996 in Atlanta, 2000 in Sydney und 2008 in Peking den dritten Platz und damit die Bronzemedaille. 2012 kam das Aus im Viertelfinale.

Zuletzt schafften die spanischen Handballer bei der Europameisterschaft im Januar den zweiten Platz, mussten sich dabei aber überraschend dem deutschen Team geschlagen geben. Nun setzt es also den nächsten Rückschlag für die von Manolo Cadenas trainierte Auswahl. Beim Qualifikationsturnier in Malmö mussten sich die Spanier Gastgeber Schweden und Slowenien geschlagen geben, die sich die Olympia-Teilnahme sicherten. Beim Turnier in Gdansk schnappten sich Polen und Tunesien die Tickets, in Herning Dänemark und Kroatien.

Besonders bitter für Spanien: letztlich hatten die Südeuropäer wie auch Slowenien und Schweden zwei Siege bei einer Niederlage, allerdings sprach das Torverhältnis für die Kontrahenten. Wenngleich die Spanier letztlich nur zwei Tore mehr benötigt hätten.

Das Teilnehmerfeld für die Olympischen Spielen besteht aus Europameister Deutschland, Gastgeber Brasilien sowie Frankreich, Argentinien, Katar, Ägypten, Polen, Tunesien, Schweden, Slowenien, Kroatien und Dänemark. Gespielt wird in zwei Gruppen a sechs Teams wobei die besten vier Mannschaften in die nächste Runde aufsteigen.

Für die nächste Chance auf einen Titel müssen die Spanier allerdings nicht lange warten. Denn bei der Handball WM 2017 zählt die spanische Auswahl zum Favoritenkreis.

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